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Armistice recordings on radio !

 

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FEGEFEUER - Interview 2001

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Eure Musik ist sehr im traditionellem Thrash verwurzelt, ist es nicht schwer Leute zu finden, die bereit sind etwas "unaktuellere" Musik zu spielen? Hmm, die Band wurde zu einer Zeit gegründet, als Metal und auch Thrash Metal noch aktuell waren. Eine Band namens Metallica hatte mit dem 'schwarzen' Album gerade ihren kommerziellen und bekanntheitstechnischen Höhepunkt. Zumindest als es noch Sinn machte, diese Band dem Metal zuzuordnen. Crossover, Grunge und Hardcore waren gerade im Kommen, der Metal wurde dann zum Mainstream. Daß der Metal dann unaktuell wurde, ging bekanntermaßen daa ziemlich schnell. Die Band setzt sich heute noch aus 4 Gründungsmitgliedern zusammen, wobei es schon schwierig wäre, jetzt Leute zu finden, die Thrash spielen wollen. - Euer Bandname bedeutet auf Deutsch "Waffenstillstand" wenn ich nicht irre, Eure Texte klingen aber nicht immer nach Frieden. Erzähl etwas über die Texte, ich fühlte mich teilweise an Nuclear Assault erinnert. Mit Nuclear Assault werden wir oft verglichen, auch textmäßig. Komischerweise hatte nur Stefan (Fischer) eine von deren Platten. Die meisten Texte sind von mir, der Bandname war auch mein Vorschlag und ich bin auf Nuclear Assault erst durch Vergleiche in Reviews aufmerksam geworden (Schande). Viele von unseren Texten sind Antikriegstexte, was zum Bandnamen passt und seit jeher bei der Musik ein beliebtes Thema war. Über Frieden lassen sich einfach keine spannenden und heftigen Texte schreiben. Wir sind aber auch nicht auf dieses Thema festgelegt. Ein paar ironische und seltsame persönliche Lyrics gibt's auch immer wieder. Mir kommt es so vor, als wenn traditioneller Thrash Metal wieder auf dem Vormarsch wäre, zumindest erreichen mich zunehmend gute Scheiben aus dem Sektor. Merkt Ihr da was von oder liege ich falsch?Es gibt da immer wieder ein paar Hoffnungsschimmer, aber speziell bei CD-Verkäufen merken wir da gar nichts, trotz guter Kritiken und viel Promotion unsererseits. Bei Konzerten ist immer wieder auffällig, daßzwar oft wenig Leute da sind, aber jedesmal ein Riesenstimmung aufkommt. Und es sind keineswegs lauter Thrasher da. Thrash Metal ist eben pure Live-Musik, da gehts immer ab. Für Metaller, Punks, Rocker usw. ist es live wie's aussieht genau das richtige. - An Euch sind alle Trends spurlos verbeigegangen, Ihr spielt Thrash so, wie er mal war. Macht es Euch manchmal traurig zu sehen was aus Bands wie Sepultura geworden ist oder seht Ihr das bei anderen nicht so eng? Dumm ist vor allem, daß man kaum mehr gute neue CDs bekommt. Vor allem, wenn man die Magazine schon gar nicht mehr gerne kauft, weil kaum noch was interessantes drin steht. Ich glaube, daß man diese Musik irgendwann, wenn der Erfolg kommt, nicht mehr spielen und schreiben kann. Meistens kommen die Bands ja aus der Unterschicht. Die nötige Aggression, damit man guten Thrash machen kann, geht dann einfach verloren. Die einzigen, die noch übrig geblieben sind, sind eigentlich Slayer. Die machen zwar auch keinen lupenreinen Thrash mehr, sind aber wenigstens noch aggressiv.  Werden Euch auch häufig Vorwürfe gemacht Ihr würdet altbacken klingen und der Entwicklung hinterherhinken? Nicht daß ich so denken würde, ich liebe Eure Musik! Nein, entweder die Leute interessieren sich nicht dafür, oder sie sind selber Die-hard Fans, die froh sind, daß noch jemand die Musik macht. Von denen bekommt man dann eher das Kompliment "Geil, ihr klingt ja so wie früher." Es ist wohl so, daß mit diesem Stil bestimmte Gefühle und Aggressionen am besten auszudrücken oder abzubauen sind, oder so. Es ist eben eine ziemlich puristische und konzentrierte Art Metal. - Die Metalszene ist mittlerweile ja arg zersplittert und einiges von dem verloren, was sie vor langer Zeit mal ausgemacht hat. Gibt es bei Euch in der Gegend eine Szene, in der nicht nur die Musik gleich geblieben ist, in der auch noch die Leute so drauf sind wie früher? So ähnlich wie das kleine gallische Dorf... ? ;) Nein, absolut nicht. Die Münchner Gegend ist hier eher besonders schlimm. Wo wirklich noch was abgeht ist der bayerische Wald, den wir für super Konzerte entdeckt haben. Coole Leute, super Stimmung. Da werden wir jetzt öfter Konzerte machen. Ein Reizthema der letzten Jahre waren für mich die leidigen Reunions. Gibt es eine oder mehrere Bands, wie Ihr trotzdem gerne wieder vereint sehen würdet? Da fällt mir eigentlich gar keine ein. Bei solchen Reunions merkt man leider meistens, das die Bands ihr Pulver schon verschossen haben und nicht mehr mit der früheren Einstellung an die Sache rangehen. Die alten Säcke sind meistens schon zu vollgefressen und nicht mehr hungrig. Mir wäre es lieber es gäbe wieder neue Metal-Bands, die Musik machen, die mir gefällt, muß ja kein alter Thrash sein.  Hat sich für Euch schon einmal die Gelegenheit geboten eine bekanntere Band zu begleiten oder sind da bisher "nur" Einzelgigs bei rumgekommen? Bis jetzt nur Einzelgigs mit Tankard und Onkel Tom Angelripper. Die Möglichkeit für eine Supporttour haben wir noch nicht bekommen. Da fehlen uns noch die Kontakte und das unabdingbare Vitamin B.  Ihr seid jetzt seit imerhin acht Jahren dabei, hast Du eine Lieblingsstory die Euch als Band zugestossen ist, vorzugsweise eine lustige, an die Du Dich immer wieder gerne erinnerst? Was uns immer wieder einfällt, als unser Basser, als wir nach Berlin zu einem Konzert unterwegs waren, auf einer Autobahnraststätte einen Stiefel verloren hat. Oder es hat ihn einer von uns versehentlich aus dem Bus gestoßen. Am nächsten Tag war Feiertag, ein zweites Paar Schuhe hatte er nicht dabei und mußte deswegen die Ersatzschuhe unseres Drummers anziehen. Der hat unmöglich große Füße und die Dinger waren kaum mehr als Schuhe erkennbar aber irgendwie besser als nur mit Socken durch die Gegend zu rennen. Das beste war aber als wir im bayerischen Wald in Spiegelau auf einem Festival vor 600 Leuten spielten. Da kam gleich zu Anfang unseres Sets ein Mädel auf die Bühne und legte während wir spielten einen Striptease auf der Bühne hin. Die Leute waren natürlich völlig aus dem Häuschen, was sich aber auch nicht änderte, als sie nur noch im Slip die Bühne wieder verließ. Wir waren da etwa bei der Hälfte der Songs angekommen. Sie hat nachher gemeint, daß sie, wenn wir wieder in der Gegend wären wieder aufs Konzert kommt ... Irgendwelche letzten Worte, Grüsse oder sowas? Grüße an alle Speed und Thrash Fans. Wen's interessiert, was wir machen, kann im Internet unter www.armistice.de reinschauen. Metallische Grüße nach Spiegelau und Ringelai. An No-Lokost (coole Band aus Belgien). An die ganzen Verrückten, die Metal mit ihren Fanzines und Webzines am Leben erhalten. 

Metal up your ass and bang your head.  

Manfred Hockauf / Armistice

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